Herznebel – Neubearbeitung

Eigentlich wollte ich gestern mein Mosaik vom Herznebel weitermachen. Das erste Mosaikteil (siehe Bild unten) entstand im Februar 2022. Gestern bot es sich an den zweiten, unteren Teil des Nebels abzulichten. Heute dann die Ernüchterung bei der Bearbeitung. Die Nächte sind im Sommer einfach viel zu hell und der Nebel dazu noch zu weit in Horizontnähe. Die Nacht war also für die Tonne.
Dennoch möchte ich das beste draus machen und in den letzten 1,5 Jahren hat sich bei mir auch viel in der Bildbearbeitung getan. Hier also eine Neubearbeitung des Herznebels von 02-2022.

Der Herznebel ist ein Emissionsnebel mit einem offenen Sternhaufen im Inneren und befindet sich im Sternbild Kassiopeia am Nordsternhimmel.

Das Objekt befindet sich etwa 7500 Lichtjahre von uns entfernt im Perseus-Arm der Milchstraße. Der Emissionsnebel aus Gaswolken und dunklen Staubbereichen besteht aus Plasma von ionisiertem Wasserstoff und freien Elektronen.

Die rötlichen, nebeligen Partien werden von den Sternen des offenen Sternhaufens beleuchtet. Diese Gruppe besteht aus mehreren Sternen mit insgesamt etwa 50-facher Masse der Sonne und weiteren kleineren und weniger hellen Sternen. Der Haufen schloss einen Mikroquasar ein, welcher vor Millionen von Jahren ausgestoßen wurde.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Hutech IDAS NBZ

Nordamerikanebel – NGC7000

Eine Nacht vor Vollmond mal was verrücktes machen. 3 Stunden Nordamerikanebel.

Nordamerikanebel (auch NGC 7000 genannt) ist die Bezeichnung eines diffusen Gasnebels im Sternbild Schwan am Nordsternhimmel.

Seinen Namen erhielt der Nebel aufgrund seiner Form, die an eine Landkarte des nordamerikanischen Kontinents erinnert. Am Himmel ist der Nebel mit 120 mal 100 Bogenminuten sehr ausgedehnt (der Vollmond hat einen Durchmesser von ca. 30′). Er ist relativ einfach zu finden, da er sich etwas östlich des hellen Sterns Deneb (α Cygni) im Schwan befindet.

Der Gasnebel ist zwischen 2.000 und 3.000 Lichtjahre entfernt (seine genaue Entfernung ist nur schwer zu bestimmen) und besteht überwiegend aus Wasserstoff, der teilweise in ionisierter Form (HII) auftritt und sichtbares Licht in Form von tiefroter Strahlung emittiert.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Hutech IDAS NBZ UHS

Elefantenrüssel Nebel

300 Minuten Belichtungszeit innerhalb von 3 Nächten Mitte Juni stecken in diesem Bild. Nahaufnahme vom Rüssel mit dem RC 8″ Teleskop und 1088mm Brennweite.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 533 // Askar ColorMagic DuoNarrowBand Filter

Elefantenrüsselnebel

Mir glaubt immer niemand wenn ich sage, zwischen Vollmond und klaren Nächten besteht ein Zusammenhang. Und wieder war es klar bei Vollmond, sehr ärgerlich! Aber man muss die Nächte nutzen. Darum habe ich einen alten Bekannten aufs Korn genommen. IC1396 oder auch bekannt unter dem Synonym „Elephants Trunk“.
Der Elefantenrüssel ist nicht zu übersehen.
Ich habe 34 Minuten gutes HAlpha Material aus 2021 dazu gemischt. 210 Minuten sind aktuell aus eben dieser einen Vollmond Nacht.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Hutech IDAS NBZ UHS

Barnard 152 & LBN550

Kurz vor Vollmond wollte ichs wissen. Mein LDN1355 Projekt hab ich hinten angestellt und ich wollte einfach mal testen was an Dunkelnebel bei recht hellem Mondlicht möglich ist. Zugegeben habe ich Richtung Norden fotografiert während der Mond im Süden stand. Aber immerhin.
Am Ende waren es 210 Minuten Belichtungszeit. Und ich muss ehrlich zugeben, auch wenn mehr möglich wäre, ich bin erstmal zufrieden.

LBN550 liegt im Sternbild Kepheus, eines meiner Lieblingssternbilder aufgrund der vielen vielen Dunkelnebel!

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Baader Klarglas Filter
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Messier 101 mit Supernova

Da alle davon reden, schauen wir uns die Supernova auch einmal an. Links das Bild von vor ein paar Wochen, rechts mit Supernova (roter Kreis!). Wers nicht weiß, könnte hier einen hellen Stern vermuten.
Randinfo: Im linken Bild stecken ca 6 Stunden Belichtungszeit (bei annähernd Vollmond). Im rechten Bild eine knappe Stunde (ohne Mondphase)

Dunkelnebel, die Nachbarn von Sadr

γ Cygni (Gamma Cygni) ist ein Stern im Sternbild Schwan. Der Stern ist auch unter seinem Eigennamen Sadr bekannt (Namensvarianten: Sadir, Sador, Sadr el dedschadsche). Gamma Cygni gehört der Spektralklasse F8 an und hat eine scheinbare Helligkeit von 2,2 mag, womit er zu den 100 hellsten Sternen am Nachthimmel gehört. Seine Entfernung beträgt ca. 1800 Lichtjahre.
Im Bild stecken nur 150 Minuten Belichtungszeit. Es war recht windig gestern Nacht und somit musste einiges aussortiert werden.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Baader Klarglas Filter

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