VHS Kurse Astrofotografie in Regensburg und Schwandorf

Ich freue mich auch in diesem Semester Kurse bei der VHS Regensburg und VHS Schwandorf geben zu dürfen. Der letzte war relativ schnell ausgebucht, also ranhalten!
Der Kurs richtet sich an alle Interessierten in der Astrofotografie und ist für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet. Es finden zwei Abende Präsenzunterricht und eine Exkursion statt, bei der das gelernte umgesetzt werden kann. Die Exkursion hat in der Ausschreibung ein festes Datum, wird aber je nach Wetter zeitlich flexibel stattfinden.

Denen die keinen Platz mehr bekommen haben oder lieber einen Intensivkurs alleine (zu Zweit) haben möchten, möchte ich meine Einzelcoachings ans Herz legen. Einfach einen Termin in Maxhütte-Haidhof erfragen. Es sind auch Gutscheine möglich

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Der Methusalem Nebel

Ein Objekt das ich bis vor kurzem gar nicht auf dem Schirm hatte ist der wunderschöne planetarische Nebel „Methusalem-Nebel“. Aufgenommen mit dem Rasa und dem Hutech IDAS UHC Duo Schmalbandfilter. Im Bild stecken nur winzige 3 Stunden Belichtungszeit. Vielleicht werde ich hier nochmal investieren. Leider sind die Nächte ab Oktober doch recht rar gesät. Mal sehen ob ich nächstes Jahr dran denke!

Der gigantische Methusalem-Nebel (MWP 1) im Sternbild Schwan fasziniert die Astronomie durch sein ungewöhnlich hohes Alter von rund 150.000 Jahren, da sich solche kosmischen Hüllen normalerweise viel schneller auflösen. Mit einem monumentalen Durchmesser von etwa 15 Lichtjahren zählt das Relikt zu den größten bekannten planetarischen Nebeln überhaupt. In seinem Herzen glüht ein extrem heißer, sterbender weißer Zwergstern, der seine Gashüllen in der Endphase seines Lebens weit in den Weltraum hinausgeblasen hat.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS

Der Zauberernebel, was für ein wunderschönes Objekt am Himmel. Im Bild stecken fast 16 Stunden Belichtungszeit. Die letzte Nacht leider mit viel Mond.

NGC 7380
 bzw. Sh2-142, auch Zauberernebel (engl.: Wizard Nebula) genannt, ist ein galaktisches Sternentstehungsgebiet, wobei DH Cephei (HD 215835) die Ionisationsquelle ist, im Sternbild Kepheus. Das Gebiet enthält einen jungen offenen Sternhaufen, ist rund 10.250 Lichtjahre entfernt und weist eine Ausdehnung von etwa 150 Lichtjahren auf.

Er wurde am 7. August 1787 von Caroline Lucretia Herschel entdeckt.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS

Hai jagt Fisch – Widefield

Na wer sieht den dunklen Hai und den kleinen Anglerfisch der um sein Leben schwimmt? LDN1235 und LDN1251 im Widefield mit nur 3 Stunden Belichtungszeit.

LDN 1235 (Haifischnebel) ist ein dunkler Staubnebel im Sternbild Kepheus, der rund 650 Lichtjahre von uns entfernt ist. Die interstellare Wolke erstreckt sich über 15 bis 35 Lichtjahre und verdankt ihren Namen ihrer markanten Form, die an einen schwimmenden Hai erinnert.

LDN 1251 ist ebenfalls eine ausgedehnte Dunkel- und Molekülwolke im Sternbild Kepheus, die rund 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. In der Astrofotografie ist das Objekt aufgrund seiner markanten Silhouette als Anglerfischnebel (oder im englischsprachigen Raum als Rotten Fish Nebula) bekannt.

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Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // SVBONY SV535 // Touptek ATR2600 // Askar DNB Filter

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Der Blasennebel – Widefield

Eigentlich sollte das Bild einen anderen Namen bekommen, man kann den Blasennebel nur ganz ganz winzig im Bild erkennen (Aufnahmen mit mehr Brennweite in der Galerie). 6,7 Stunden Belichtungszeit.

NGC 7635, auch Blasennebel (engl. Bubble Nebula) genannt, ist ein Emissionsnebel und eine HII-Region im Sternbild Kassiopeia am Nordsternhimmel, welcher etwa 8.800 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Er befindet sich in der Nähe des offenen Sternhaufens Messier 52. Die Bezeichnung stammt von einer Sternwind-Blase, die durch den Sternwind eines O-Sterns mit der Bezeichnung BD +60 2522 (SAO 20575) entstanden ist. Der Stern stößt große Mengen an Gas aus, die sich mit rund 28 Kilometer pro Sekunde in die Umgebung ausbreiten. Dabei stoßen die expandierenden Gase auf die riesige umgebende Molekülwolke in dieser Region, die der Ausdehnung Widerstand entgegenbringt. Dadurch bildet sich eine Stoßwelle aus, welche die äußere Hülle der Gasblase bildet.

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Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // SVBONY SV535 // Touptek ATR2600 // Askar DNB Filter
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Herz- und Seelennebel Widefield

Der Herz- und Seelennebel ist ein großes, zusammengehörendes Komplex aus zwei roten Emissionsnebeln und aktiven Sternentstehungsregionen im Sternbild Kassiopeia. Die Entfernung beträgt rund 7.500 Lichtjahre. Knapp 12 Stunden Belichtungszeit

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // SVBONY SV535 // Touptek ATR2600 // Askar DNB Filter

NGC 7000 – der Nordamerikanebel – Widefield

Der Nordamerikanebel ist wohl einer der am meisten fotografierten Himmelsobjekte. Schön groß und hell. Hier habe ich ihn mit einem Duo Schmalbandfilter von Askar fotografiert und einmal „normal“ und einmal mit Foraxx Palette bearbeitet. Welcher gefällt euch besser? 8 Stunden Belichtungszeit.

Der Nordamerikanebel (auch NGC 7000 genannt) ist die Bezeichnung eines diffusen Gasnebels im Sternbild Schwan am Nordsternhimmel. Er befindet sich östlich des hellsten Sterns Deneb (α Cygni) im Schwanz des Sternbilds Schwan.

Seinen Namen erhielt der Nebel aufgrund seiner Form, die an eine Landkarte des nordamerikanischen Kontinents erinnert. Am Himmel ist der Nebel mit 120 mal 100 Bogenminuten sehr ausgedehnt (der Vollmond hat einen Durchmesser von ca. 30′).

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // SVBONY SV535 // Touptek ATR2600 // Askar DNB Filter

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Elefantenrüsselnebel – Widefield

Auf dem Widefield kaum zu erkennen handelt es sich hier mittig um den berühmten Elefantenrüssel Nebel. In der Galerie hab ich Bilder mit sehr viel mehr Brennweite, auf dem man den Rüssel auch eindeutig erkennt. 5,6 Stunden Gesamtbelichtungszeit mit dem SVBony SV535

Der Elefantenrüsselnebel, auch bekannt unter der Katalogbezeichnung IC 1396A, ist eine hell berandete Globule, also eine Ansammlung von interstellarem Gas und Staub, im Sternbild Kepheus. Die Globule gehört zu IC 1396, einem H-II-Gebiet mit eingebettetem Sternhaufen, und ist etwa 2400 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Der Nebel ist ein aktives Sternentstehungsgebiet und enthält eine Reihe junger Sterne und Protosterne, die erst zwischen 100.000 und einer Million Jahre alt sind.

Vor der Globule befindet sich der Reflexionsnebel van den Bergh 142 (vdB 142), der sehr wahrscheinlich in physikalischem Bezug steht. Dieser Reflexionsnebel wird vom B3-Stern HD 239710 (BD +56° 2604) angestrahlt. Die Bezeichnung vdB 142 wird oft für den Elefantenrüsselnebel angegeben, was jedoch falsch ist.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // SVBONY SV535 // Touptek ATR2600 // Askar DNB Filter

NGC 7822 – Das kosmische Fragezeichen

Eine Nacht voller Schleierwolken, aber EIN Bild ist besser als KEIN Bild. Deswegen seht ihr hier das mystische kosmische Fragezeichen mit einer Belichtungsdauer von 4,8 Stunden.

NGC 7822
ist ein Emissionsnebel, eine Geburtsstätte vieler Sterne im Sternbild Kepheus. Der Emissionsnebel selbst wird auch als Sharpless 171 und der Sternhaufen als Berkeley 59 bezeichnet. Man geht davon aus, dass dieses Gebiet 800–1000 pc entfernt ist.

Die jüngeren Sterne des Sternhaufens sind wenige Millionen Jahre alt, einige Sterne gehören zu den heißesten im Umkreis von 1 kpc der Sonne, insbesondere BD+66 1673, ein bedeckungsveränderlicher Stern der Klasse O5V mit einer Oberflächentemperatur von 45.000 Kelvin und einer ~100.000fachen Luminosität der Sonne. Dieser Stern ist die primäre Quelle, die den Nebel zum Erstrahlen bringt, und er formt die den Säulen der Schöpfung ähnlichen Elephant trunks.

Entdeckt wurde das Objekt am 16. November 1829 von John Herschel.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // SVBONY SV535 // Touptek ATR2600 // Askar DNB Filter

Crescent Nebel

Der Crescent-Nebel (NGC 6888) liegt in einer ausgesprochen interessanten Himmelsregion im Sternbild Schwan (Cygnus). Gerade für Astrofotografie ist die Gegend spannend, weil dort auf relativ kleinem Raum unglaublich viel Emissionsnebel, Sternentstehung und interstellares Gas zu finden ist.
Die letzte Nacht lies leider nur 2 mickrige Stunden Belichtungszeit zu.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // SVBONY SV535 // Touptek ATR2600 // Askar DNB Filter

Neues Teleskop neues Glück?

Ich habe mir ein SVBONY SV535 Teleskop mit nur 105mm Brennweite im Sale zugelegt. Ich bin wirklich begeistert. Jetzt müsste nur noch das Wetter mitspielen.
Hier mal nur eine Stunde Belichtungszeit vom Herz- und Seelennebel.
Der Hintergrund sieht so grottig aus, weil ich nicht gedithert habe.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // SVBONY SV535 // Touptek ATR2600 // Askar DNB Filter

Sonne vom 19.08.2026

Aufgrund der Sonnenfinsternis hab ich doch mal wieder Bock auf unsere Sonne gehabt. Die Zeit fand sich am 19.08.2026 Nachmittags um 16 Uhr.
Ein paar Fakten zu unserer Sonne:

  1. Das Sonnenlicht braucht etwa 8 Minuten und 20 Sekunden bis zur Erde.
    Die Sonne ist im Mittel 149,6 Millionen Kilometer entfernt. Das Licht legt diese Strecke mit rund 300.000 km/s zurück. Wenn du die Sonne siehst, siehst du sie also immer so, wie sie vor 8 Minuten und 20 Sekunden war.
  2. Die Sonne besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium.
    Rund 74 % ihrer Masse sind Wasserstoff und etwa 24 % Helium. Im Kern verschmilzt Wasserstoff zu Helium. Dabei wird gewaltige Energie frei die letztlich als Sonnenlicht und Wärme bei uns ankommt.
  3. Die Oberfläche ist etwa 5.500 °C heiß.
    Im Sonnenkern herrschen dagegen ungefähr 15 Millionen °C. Dort läuft die Kernfusion ab. Die sichtbare „Oberfläche“ der Sonne nennt man Photosphäre.
  4. Die Sonne enthält fast die gesamte Masse unseres Sonnensystems.
    Etwa 99,86 % der gesamten Masse des Sonnensystems stecken in der Sonne. Trotzdem ist sie im Vergleich zu vielen anderen Sternen eher ein durchschnittlicher Stern.
  5. Die Sonne ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt.
    Sie befindet sich ungefähr in der Mitte ihrer Lebenszeit. In etwa 5 Milliarden Jahren wird der Wasserstoffvorrat im Kern weitgehend erschöpft sein. Die Sonne wird sich dann zu einem Roten Riesen aufblähen, bevor sie schließlich als Weißer Zwerg zurückbleibt.

Bonus-Fakt: Die Sonne ist so groß, dass ungefähr 1,3 Millionen Erden hineinpassen würden, zumindest vom Volumen her. Ihre Masse entspricht dagegen „nur“ etwa 333.000 Erdmassen.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // Lunt LS 60 HAlpha Sonnenteleskop // Player One Saturn-M SQR Kamera

Andromeda Galaxie Messier 31

Messier 31 (M31) ist die Andromedagalaxie – unsere große Nachbargalaxie und eines der spektakulärsten Deep-Sky-Objekte überhaupt.

M31 sieht auf Fotos zunächst wie eine große ovale Scheibe aus. Bei längeren Belichtungen kommen aber ihre gewaltigen Staubringe und Staubbänder zum Vorschein. Besonders auffällig sind die dunklen Staubbänder auf der der Erde zugewandten Seite. Darin befinden sich große Mengen an kaltem Gas und Staub – und damit auch Regionen, in denen neue Sterne entstehen. M31 ist außerdem nicht völlig symmetrisch. Die Ursache sind wahrscheinlich unter anderem Gravitationswechselwirkungen mit ihren Begleitgalaxien.

Das besondere, fototechnisch gesehen, ist hier, dass ich das Bild aus vier Panels, also einem Mosaik/Panorama aufgenommen habe. Zwar leider nur mit 200 Minuten pro Panel, aber immerhin. Die Auflösung ist sehr gut. An Details fehlt es leider noch.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglas

Sonnenfinsternis am 12.08.2026

Ich gebs zu. Die Sonnenfinsternis war so tief in Horizontnähe, dass ich eigentlich gar keine Lust hatte etwas aufzubauen. Von meiner Sternwarte aus unmöglich zu sehen, in Richtung Westen rollt bei mir das Dach zur Seite. Eine halbe Stunde vorher habe ich mich entschlossen das kleine Coronado PST Sonnenteleskop auf einem Fotostativ aufzustellen. Die Bilder habe ich dann mit dem Smartphone gemacht.
2081 werden ich wohl eine Montierung und das Lunt LS60 aufstellen!!!!

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SH2-73

Sh2-73 ist ein ausgesprochen ungewöhnliches und schwieriges Deep-Sky-Objekt. Und der Name ist eigentlich etwas irreführend: Es ist gar kein klassischer Emissionsnebel. Sh2-73 liegt im Sternbild Herkules und ist unter anderem als LBN 105 bekannt. Im Sharpless-Katalog wurde es ursprünglich als H-II-Region geführt. Heute weiß man, dass diese Einordnung nicht zutrifft.

Tatsächlich handelt es sich um eine kalte Molekülwolke aus Gas und Staub, die das Licht der Milchstraße reflektiert.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglas