Messier 13 – der Herkules Sternhaufen

M13 ist der hellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel und wurde schon 1714 von dem englischen Astronomen Sir Edmond Halley entdeckt. Er ist etwa 25.100 Lichtjahre von der Sonne entfernt (die Angaben schwanken zwischen 23.000 und 26.000 Lj), hat die 300.000-fache Leuchtkraft der Sonne und einen Durchmesser von 150 Lichtjahren.

Da ich mit dem aktuellen Umbau des Ritchey-Chrétien-Cassegrain  8″ Teleskops im Moment nicht so glücklich bin, habe ich mich entschieden eine Widefield Aufnahme des Herkules Haufens zu machen. Drumherum finden sich eine ganze Menge kleiner Galaxien.

5 Stunden Belichtungszeit vom 01.05.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglas

NGC5394/5 – Die Graureihergalaxie

Gleich vorweg, wie man sieht ist das nicht die Qualität der Aufnahmen die ich sonst anstrebe, aber dieses Objekt ist so furchtbar klein und ich wollte sie doch so furchtbar gerne fotografieren! Und da ist sie die Graureihergalaxie bzw sind es sogar zwei Galaxien.

NGC 5394/95 = Arp 84 ist ein interagierendes Galaxienpaar im Sternbild Canes Venatici. Das Galaxienpaar ist etwa 160 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt.

Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Diese Galaxie gehört zu der Klasse Spiralgalaxien mit einem großen Begleiter hoher Flächenhelligkeit auf einem Arm (Arp-Katalog).

Die beiden Galaxien wurden am 16. Mai 1787 von William Herschel entdeckt und erhielten später im New General Catalogue die Bezeichnungen NGC 5394 respektive NGC 5395.

5 Stunden Belichtungszeit vom 30.04.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ OHNE Reducer // Touptek 533 // ohne Filter

 

SH2-73

Auf der Suche nach neuen Motiven (ja die werden langsam wirklich rar…) bin ich auf den Dunkelnebel SH2-73 gestoßen. Nicht hübsch, dafür mächtig dreckig.
Es befindet sich im Sternbild Herkules.
Dabei ist der Nebel wohl zu Unrecht im Katalog von HII-Regionen gelandet, denn es handelt sich um ganz schnöden Staub. Steht dieser Staub in hohen galaktischen Breiten, reflektiert er das Licht der Milchstraße. Da es sich um das integrierte Licht aller Sterne der Milchstraße handelt, hat der amerikanische Amateurastronom Steve Mandel diese Objektklasse als Integrated Flux Nebula bezeichnet oder kurz IFN. Und obwohl das nicht die wissenschaftliche Bezeichnung ist, hat sich der Name durchgesetzt.

5 Stunden Belichtungszeit vom 29.04.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglas

Messier 106 Widefield

Messier 106 oder NGC 4258 ist eine Balken-Spiralgalaxie  im Sternbild Canes Venatici. Sie ist schätzungsweise 23 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 125.000 Lichtjahren.

Mit dieser Entfernung liegt die Galaxie in der Umgebung mehrerer Galaxiengruppen, als deren Mitglied die Galaxie je nach Autor gelistet wird, zum Beispiel die Ursa-Major-Gruppe, die Coma-Sculptor-Gruppe, die Canes-Venatici-I-Gruppe oder die Canes-Venatici-II-Gruppe.

14,2 Stunden Belichtungszeit vom 03. und 04.04.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 2600 // ohne Filter

NGC4565 – Die Nadelgalaxie

NGC 4565 ist eine helle Spiralgalaxie im Sternbild Haar der Berenike am Nordhimmel. Weil von der Erde aus nur die schmale Seite der scheibenförmigen Galaxie zu sehen ist, wird sie in Anlehnung an diese dünne langgezogene Erscheinung auch als Nadelgalaxie bezeichnet. Ihre Entfernung beträgt circa 57 Millionen Lichtjahre und ihre Größe über 100.000 Lichtjahre. Die Galaxie ist eine der hellsten in der Coma I Galaxy Cloud, einer Ansammlung von Galaxien vor dem Coma-Galaxienhaufen. Möglicherweise bildet NGC 4565 darin sogar eine eigene Galaxiengruppe. In unmittelbarer Nähe von NGC 4565 befindet sich die Galaxie IC 3571.

6,5 Stunden Belichtungszeit vom 27.03.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 2600 // ohne Filter

LBN667 – Der Seelennebel

Neben dem Herznebel, der in direkter Nachbarschaft liegt, ist der Seelennebel eines meiner Lieblingsobjekte am Nordsternhimmel.

Der Seelennebel (auch Sharpless 2-199 oder LBN 667) ist ein Emissionsnebel im Sternbild der Kassiopeia.

Mehrere kleine offene Sternhaufen sind in diesem Nebel eingebettet: Cr 34, Cr 632 und Cr 634 im Kopf und IC 1848 im Rumpf. Das Objekt ist allgemein auch unter der Bezeichnung des letzteren Sternhaufens IC 1848 bekannt. Der kleine Emissionsnebel IC 1871 ist gleich links oben am Kopf des Seelennebels zu finden, weitere kleine Emissionsnebel wie IC 669 und IC 670 liegen leicht unterhalb. Der Komplex östlich davon ist sein Nachbar IC 1805 der sogenannte Herznebel. Beide werden oft zusammen Herz- und Seelennebel genannt. Zwischen dem Herz- und dem Seelennebel befinden sich leicht südlich einerseits die elliptische Riesengalaxie Maffei 1 andererseits die Spiralgalaxie Maffei 2.

10 Stunden Belichtungszeit vom 18. und 19.03.2024

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS

NGC4395

NGC 4395 ist eine unregelmäßige Spiralgalaxie von etwa 55.000 Lichtjahren Durchmesser und rund 15 Millionen Lichtjahre entfernt von der Erde. Sie liegt in der nördlichen Konstellation der Canes Venatici und entfernt sich von uns mit etwa 319 Kilometern pro Sekunde.

Es ist eine chaotische Galaxie mit niedriger Oberflächenhelligkeit. Das Zentrum hat nur einen Durchmesser von etwa zwei Lichtjahren – weniger als die Hälfte der Entfernung von unserer Sonne zum nächsten Stern. Die Galaxie wird von mehreren hellen Emissionsnebeln (HII-Regionen) dominiert und hat einen aktiven galaktischen Kern, der erstaunliche Energiemengen in Form von hochenergetischen Röntgen- und Gammastrahlen abgibt, die NGC 4395 als Seyfert-Galaxie klassifizieren.

7 Stunden Belichtungszeit vom 05.03.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 2600 // ohne Filter

Messier 63 – Die Sonnenblumengalaxie

Messier 63 (auch als NGC 5055 bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie mit den Abmessungen 12,6′ × 7,2′ und der scheinbaren Helligkeit von 8,5 mag im Sternbild Jagdhunde am Nordsternhimmel. Das auch Sonnenblumen-Galaxie genannte Objekt ist vom Sonnensystem etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt und besitzt einen Durchmesser von ca. 50.000 (65.000) Lichtjahren. Ungewöhnlich und namensgebend sind die vielen, in der Spitzer-Aufnahme besonders gut sichtbaren, knötchenartigen Verdichtungen in ihren Spiralarmen, es handelt sich dabei um Sternentstehungsgebiete und leuchtende Gaswolken.

Interessant ist auch die sich über rund 1000 Lichtjahre erstreckende sehr helle Zentralregion von M 63. Sie umgibt einen aktiven Kern und übertrifft ihre Umgebungshelligkeit um das Sechsfache, im H-alpha-Licht sogar um das 25-Fache. Die hier gemessenen Rotationsgeschwindigkeiten lassen auf ein zentrales Schwarzes Loch von knapp einer Milliarde Sonnenmassen schließen.

Das Objekt wurde am 14. Juni 1779 vom französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt.

7,2 Stunden Belichtungszeit vom 06.03.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 2600 // ohne Filter

Kemble 2

Das große Sternbild Kassiopeia ist nach der äthiopischen Königin Cassiopeia benannt, deren Tochter Andromeda vom Helden Perseus vor dem Seeungeheuer Cetus gerettet wurde. Kassiopeia bildet einen der bekanntesten Asterismen am gesamten Nordhimmel, wobei seine fünf Hauptsterne den charakteristischen »W«-Asterismus bilden. Nicht jeder weiß jedoch, dass es nicht allzu weit entfernt im Drachen die »Kleine Königin« gibt, eine kleinere, aber immer noch faszinierende Version. Der Drache ist ein großes und ausgedehntes Sternbild und die Kleine Königin oder Mini-Kassiopeia befindet sich in seiner östlichen Region. Es liegt einen Grad südöstlich des Sterns Chi Draconis mit 3,5 mag. Die Sterne, welche die W-Form bilden, leuchten zwischen der siebten und neunten Größe, wobei der hellste Stern (HIP 91163) eine Größe von 6,8 mag hat, und eine räumliche Erstreckung von etwa 20 x 10 Bogenminuten. Der Spitzname Mini-Kassiopeia wurde vom Astronomen Arlid Moland geprägt.

4,2 Stunden Belichtungszeit vom 17.03.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 2600 // ohne Filter
Kemble 2 Heiner Weiss Astro Winkerling

Affenkopf Nebel – NGC2174

Schön langsam kommen jetzt nach und nach „liegenbebliebene“ Bilder. Der Affenkopf Nebel wurde in 2 Nächten mit 8 Stunden Belichtungszeit im Januar 2025 aufgenommen.

NGC 2174 ist ein H-II-Emissionsnebel im Sternbild Orion, der etwa 6400 Lichtjahre von der Erde entfernt ist.
Die Größe des Nebels beträgt circa 40 Bogenminuten. Der Durchmesser beträgt 75 Lichtjahre. Er wird auch Affenkopfnebel genannt, weil er dem Kopf eines Makaken ähnlich sieht.
Das Objekt wurde am 6. Februar 1877 von Édouard Stephan entdeckt.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS

The Jellyfish Nebula

IC 443 (auch als Quallen-Nebel und Sharpless 248 (Sh2-248) bekannt) ist ein galaktischer Supernovaüberrest im Sternbild Gemini auf der Ekliptik. In der Nähe befindet sich der Stern Eta Geminorum. Die Entfernung beträgt ungefähr 5.500 Lichtjahre von der Erde.

Wenn die Bedingungen optimal sind reichen auch mal kürzere Belichtungszeiten für etwas Vorzeigbares. In diesem Fall gute 5 Stunden Anfang Februar.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS

Edit 04.03.2025: Dafür gibt es jetzt keinen eigenen Beitrag. Seit 2 Wochen steht meine Sternwarte wegen eines technischen Defekts. Die letzten Nächte waren natürlich klar und fast mondlos. Oft hat man einfach Pech. Ich seh zu dass ich das die nächsten Tage endlich repariert bekomme und starte dann in die Galaxiensaison. Ich hätte noch ein paar Daten auf der Festplatte liegen, u.a. von SH2-188 und dem Affenkopf Nebel. Vielleicht schaff ich es die Tage diese zu bearbeiten.

SH2-280

Von Sharpless 280 gibt es nicht sehr viele allzuschöne Bilder meine ich. Grund genug es einmal zu versuchen. Mit insgesamt 12,3 Stunden Gesamtbelichtungzeit kam ja doch gut was raus.
SH2-280 ist ein Emissionsnebel, der im Sternbild Kassiopeia sichtbar ist. Es befindet sich im nordwestlichen Teil des Sternbildes, etwa 2° Ost/Nordost des Sterns κ Cassiopeiae; Der geeignetste Zeitraum für seine Beobachtung am Abendhimmel liegt zwischen den Monaten August und Januar und ist für Beobachter in den Regionen der nördlichen Erdhalbkugel, wo er bis in die warm-gemäßigten Regionen zirkumpolar ist, deutlich einfacher. Sh2-280 befindet sich in einer Entfernung von etwa 6100 Parsec (ungefähr 19900 Lichtjahren) auf dem Schwanenarm, also jenseits der großen Komplexe, die mit den in Cassiopeia sichtbaren OB-Assoziationen verbunden sind und die fast alle in den innersten Arm von Perseus fallen.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS

LDN 1436

An diesem Dunkelnebel haben mich die schwachen HAlpha Elemente im Hintergrund gereizt. Ich investierte zwei Nächte, eie mit Klarglasfilter (der Dunkelnebel sah wundervoll aus) und die zweite Nacht mit einem DuoSchmalband Filter. Hier kamen dann die HAlpha Anteile raus, dafür war ich mit den Dunkelwolken weniger zufrieden. 6 Stunden Gesamtbelichtungszeit stecken in diesem Bild.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS und Klarglas

Orion – M42

Ende November habe ich mich nochmal an Messier 42, den großen Orion Nebel versucht. In zwei durchwachsenen Nächten kamen ca 5 Stunden zusammen. Recht viel mehr Zeit möchte ich nicht investieren, da die klaren Nächte in den letzten Wintern knapp waren und es noch einige seltene Objekte am Winterhimmel gibt.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS und Klarglas