Komet C/2022 E3 (ZTF)

Wenigstens eine kleine Wolkenlücke war mir vergönnt um diesen prächtigen Kometen abzulichten. Jetzt ist dann erstmal wieder der Mond zu dominant. Ich hoffe es gibt noch einmal die Gelegenheit dazu. Der C/2022 E3 (ZTF) wurde am 2. März 2022 mit der Zwicky Transient Facility (ZTF) am Palomar-Observatorium entdeckt. In nördlichen Breiten wie in Deutschland kann er somit im Januar und Februar 2023 fast die gesamte Nacht lang beobachtet werden, ab Mitte Februar geht er in den Morgenstunden zusammen mit dem Sternbild Stier am westlichen Himmel unter.
Mit klick auf „Weiterlesen“ seht ihr meine Aufnahme mit dem Askar FRA300 (300mm Brennweite)

Update: Insgesamt sind es nun drei Bilder die ich vom Kometen machen konnte. Das dritte ganz unten während Vollmond, Dieser ist aber so hell, dass man den Schweif schon gar nicht mehr erkennen kann.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Baader Klarglas Filter
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Der Blasennebel

Vor ein paar Tagen hat sich eine Wolkenlücke ergeben und ich habe die Gunst der Stunde genutzt um einen alten Bekannten abzulichten. Dieses Mal nicht mit 620, sondern mit 1088mm Brennweite.
Es kamen insgesamt nur 96 Minuten Belichtungszeit zustande.

NGC 7635, auch Blasennebel (engl. Bubble Nebula) genannt, ist ein Emissionsnebel und eine HII-Region im Sternbild Kassiopeia am Nordsternhimmel, welcher etwa 7100 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Die Bezeichnung stammt von einer Sternwind-Blase, die durch den Sternwind eines O-Sterns entstanden ist. Der Stern stößt große Mengen an Gas aus, die sich mit rund 28 Kilometer pro Sekunde in die Umgebung ausbreiten. Dabei stoßen die expandierenden Gase auf die riesige umgebende Molekülwolke in dieser Region, die der Ausdehnung Widerstand entgegenbringt. Dadurch bildet sich eine Stoßwelle aus, welche die äußere Hülle der Gasblase bildet.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 533 // RGB Sterne ohne Filter / Nebel mit Askar Colour Magic 6 Nm Duoschmalband Filter

Der Weihnachtsbaum Cluster

Seit mehreren Jahren versuche ich diesen Weihnachtsbaum am Himmel abzulichten, leider waren die letzten Jahren auch sehr bescheiden was die wolkenlosen Winter angeht. Am 27.12.2022 habe ich fast 300 Minuten draufgehalten, wobei nach dem Aussortieren nur noch 168 Minuten übrig geblieben sind. Darum auch das verhältnismässig hohe Rauschen im Hintergrund. Auf einen Filtereinsatz hab ich verzichtet um gleich die farbigen Sterne zu bekommen.

Der Weihnachtsbaum-Sternhaufen ist ein offener Sternhaufen in circa 2500 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Einhorn mit einer scheinbaren Helligkeit von 3,9 mag. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass er im sichtbaren Licht einem Weihnachtsbaum ähnelt (links unten im Bild)

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Baader Klarglas Filter

NGC 7789 – Caroline’s Rosenhaufen

Carolines Rose Cluster ist ein offener Sternhaufen. Mit rund 1,6 Milliarden Jahren ist dieser bereits ungewöhnlich alt. Das hohe Alter des Haufens lässt sich aus dem Entwicklungsstadium der Sterne schließen. Viele der Mitgliedsterne haben die Hauptreihe bereits verlassen und sich zu roten Riesen weiterentwickelt, woraus visuell auch der warme, orange-rötliche Eindruck entsteht. Astronomen schätzen die Gesamtzahl der Sterne auf etwa 1000 Exemplare.
30 Minuten Belichtungszeit.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Baader Klarglas Filter

Plejaden – die sieben Schwestern

Die sieben Schwestern oder auch Plejaden sind ein wunderschöner offener Sternhaufen, der klassischerweise sehr schön in den späten Herbst und Wintermonaten zu sehen ist. Knapp 3 Stunden Belichtungszeit.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Baader Klarglas Filter

LDN1622 – der Boogeyman Nebel

LDN 1622 liegt am Himmel nahe der Ebene unserer Galaxis, in der Nähe der Barnardschleife, einer großen Wolke, die den reichhaltigen Komplex aus Emissionsnebeln umgibt, die in Orions Gürtel und Schwert zu finden sind. Doch der undurchsichtige Staub von LDN 1622 ist wahrscheinlich viel näher als Orions berühmtere Nebel, vielleicht nur 500 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung wäre dieses 1 Grad weite Sichtfeld weniger als 10 Lichtjahre breit. Seine unheilvolle Erscheinung verleiht dieser dunklen Weite den gängigen Namen Boogeyman-Nebel.

In dieser Aufnahme stecken 519 Minuten, also 8,65 Stunden aus zwei Nächten (13./14.11.2022). Schleierwolken verhinderten eine bessere Aufnahme.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Hutech IDAS NBZ UHS

Update: SNR G082.2+05.3 mit insgesamt 17 Stunden Belichtungszeit

Beinahe wäre dieses Schmuckstück auf meiner Festplatte verschollen. Hatte schlichtweg vergessen die Endbearbeitung zu erledigen. Das war Ende August. Im Bild stecken nun 17 Stunden mit dem RASA.

SNR G082.2+05.3 befindet sich unweit des Pelikannebels im Sternbild Cygnus. Dies ist ein vorläufiges Ergebnis von 11,5 Stunden. Ich würde schon gerne noch was dranhängen. Minimum 15 bis evtl sogar 20 Stunden. Wie schon beim Pelikannebel wurde auch dieser Supernovaüberrest mit einem Duoschmalbandfitler aufgenommen. Sehr schön sieht man hier den blauen Oiii (Sauerstoff) Anteil und den roten HAlpha (Wasserstoff).

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglasfilter (Sterne) und Hutech IDAS NBZ (Nebel)

IC1613

Im Bild stecken knappe 5 Stunden Belichtungszeit die innerhalb 3 Nächten gesammelt wurden. Am 26/30/31.10.2022 und das bei leider sehr schlechtem Seeing und dauerhaften Schleierwolken. Eigentlich wollte ich das Bild noch zuschneiden, da mir die quadratische Form des Sensors nicht zusagt. Aber dann wäre die klitzekleine Galaxie oben im linken Drittel weggefallen.  Na wer sieht sie?

IC 1613 ist eine irreguläre Zwerggalaxie vom Typ IB(s)m im Sternbild Cetus am Südsternhimmel. Sie hat eine scheinbare Helligkeit von 9,3 mag und eine Winkelausdehnung von 16,6′ × 14,9′. Sie ist rund 2,4 Millionen Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 11.000 Lichtjahren. Das Objekt ist Mitglied der Lokalen Gruppe.

Die meisten Sterne in IC 1613 sind rund 7 Milliarden Jahre alt, aber es gibt eine ganze Reihe von jungen Sternen. Unter ihnen befinden sich mindestens fünf Population-II-Cepheiden und einige RR-Lyrae-Veränderliche. Die Galaxie wurde im September 1906 vom deutschen Astronomen Max Wolf entdeckt.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 533 // ohne Filter

Das Herz des Herznebels

Als erstes Projekt für den erworbenen TS-Optics Ritchey Chretien 8″ wollte ich ins Innere des Herznebels schauen.
Der Herznebel ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia, in dessen Zentrum sich ein junger Sternhaufen (etwa 1,5 Millionen Jahre) befindet. Der Nebel hat einen Radius von ungefähr 100 Lichtjahren, seine scheinbare Helligkeit liegt bei 6,5 mag
Mit dem Reducer 0,67 kürze ich die Brennweite auf 1088mm und das Öffnungsverhältnis auf F5,4
Die Gesamtbelichtungszeit beträgt hier nur knapp 3,8 Stunden aus 2 Nächten. Dazu 1,8 Stunden für die RGB Sterne.

Zu sehen ist
– Herznebel mit DNB Filter und RGB Sterne ohne Filter
– Herznebel in Bicolor
– Herznebel mit dem Rasa 11″ und der ASI2600 in Bicolor
– Herz und Seelennebel mit H und Chi Persei in der Übersicht

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 533 // Optolong L-Extreme Filter und RGB Sterne ohne Filter
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Andromeda Galaxie

Der helle Klassiker am Nachthimmel. Schön groß, aber alles andere als leicht zu bearbeiten. Im Bild stecken 21 Stunden in 5 Nächten mit Höhen und Tiefen in Form von mondreichen Nächten. Ein sehr großer Gradient war ebenfalls zu sehen. Am Detailreichtum denke ich kann man erkennen, dass es sich lohnt ein paar Stunden in dieses schöne Objekt zu investieren.
Die Andromedagalaxie ist eine Nachbargalaxie der Milchstraße und eine der wenigen Galaxien, die man mit dem bloßen Auge sehen kann. Vorrausgesetzt ihr befindet euch an einem Ort ohne viel Lichtverschmutzung, könnt ihr sie als diffusen Fleck zwischen den Sternenbildern Kassiopeia und Andromeda erkennen. Bei uns im Städtedreieck kann man das also getrost vergessen.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Askar FRA 300 Pro // Touptek 2600

Jupiter und Saturn

Am 07.10.2022 habe ich mich mit dem RC Teleskop an Jupiter und Saturn gewagt. Das Seeing war sehr mies, ich habe Wolkenlücken genutzt. Aber genau das ist die Zeit die man zum testen nutzen kann. Am RC Teleskop ist es sehr einfach durch die 2″ Steckhülse, zwischen verschiedenen Imagetrains zu wechseln.
So habe ich mir inzwischen verschiedene Setups zusammengestellt, zwischen denen ich problemlos wechseln kann.
– Mit Reducer und Touptek 533 Kamera für Deep Sky
– mit Baader Hyperion 2.25x Barlow und ASI290MC Kamera für Planeten
– ohne Barlow Linse mit ASI290MC Kamera für den Mond
Visuell steht noch aus, dürfte aber ebenso keine große Sache sein

Messier 33 – Test mit dem neuen Ritchey Chretien 8″ Teleskop

Das Celestron Edge HD 8″ hat mich nun verlassen und ein 8″ Ritchey Chretien von TS-Optics ist eingezogen. Etwas weniger Brennweite, dafür mit F8 auch lichtstärker. Ich werde es erstmal mit dem 0,67 fach Reducer benutzen. Das ergibt dann eine Brennweite von 1088mm und Öffnungsverhältnis von F5,4. Als Kamera wird eine Touptek533 zum EInsatz kommen. Für Mond und Planeten würde ich den Reducer entfernen, mit einer Baader Hyperion 2,25fach Barlow und einer ZWO ASI290MC Kamera arbeiten.

Die ersten zwei Stunden sind im Kasten und eine schnelle Bearbeitung von Messier 33 könnt ihr hier sehen. Die Farben stimmen noch nicht ganz und es wurden keinerlei Korrekturframes gemacht. Dass rund 2 Stunden Belichtungszeit viel zu wenig sind brauch ich wohl nicht dazusagen (hab ich aber jetzt).

LDN1251 – nachgelegt!

Hab hier noch was gefunden. Die 5te Nacht meines Anglerfischnebels hätte ich Euch doch beinahe vorenthalten. Es sind nun insgesamt 669 Minuten, somit knapp über 11 Stunden Belichtungszeit, die ich diesem Objekt gegönnt habe. Nochmal kurz die Daten:

Im Gebiet Kepheus/Kassiopeia findet man große Mengen an interstellarer Materie. Hier liegt auch die wenig bekannte Dunkelwolke LDN 1251 aus dem Lynds-Katalog der Dunkelnebel. Durch die Wolken leuchten drei Galaxien hindurch. Schauen wir auf das helle ovale Gebilde etwas nordöstlich der Bildmitte: Leda 166755 zeigt hier ganz klar ihre Spiralstruktur. Auch am westlichen Rand der Wolke kommt eine Galaxie zum Vorschein, UGC 12160. Knapp südlich der Bildmitte liegt die dritte Galaxie. In LDN 1251 findet in den rötlichen Flecken aktive Sternentstehung statt.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Baader Klarglasfilter

Wolf Rayet 134 Mosaik

Ich möchte heute mal einen Zwischenstand meines WR134 Widefields posten. Ich werde noch ein paar Stunden investieren sofern es das Wetter zulässt. Es sieht aber jetzt schon sehr imposant aus oder? Die Sterne sind noch aus den Schmalbandaufnahmen, RGB werde ich beizeiten nachholen.
WR 134 befindet sich im Sternbild Schwan und bezieht sich auf den „blauen kreisförmigen Teil“ in der oberen Bildhälfte. Es betont den hellen Rand eines ringartigen Nebels, der vom Leuchten ionisierten Wasserstoff- und Sauerstoffgases eingefasst ist. Bei den komplexen, leuchtenden Bögen, die in die interstellaren Wolken der Region aus Gas und Staub eingebettet sind, handelt es sich um Blasen oder Hüllen aus Material, das vom Wind des Wolf-Rayet-Sterns WR 134 – dem hellsten Stern nahe der Bildmitte – weggefegt wurde. Die Entfernung von WR 134 beträgt etwa 6000 Lichtjahre, womit das Bildfeld eine Diagonale von mehr als 50 Lichtjahren hat. Massereiche Wolf-Rayet-Sterne stoßen ihre äußeren Hüllen mit mächtigen Sternwinden ab, nachdem sie einen Großteil ihres Kernbrennstoffs verbraucht haben, und beenden diese Schlussphase der Entwicklung massereicher Sterne in einer spektakulären Supernovaexplosion. Die Sternwinde und Supernovae am Ende reichern die interstellare Materie mit schweren Elementen an, die in künftige Sterngenerationen eingebaut werden.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Hutech IDAS NBZ