VHS Kurs im Februar – Astrofotografie für Einsteiger/innen und Fortgeschrittene

Ich freue mich auch im nächsten Semester einen Kurs bei der VHS Regensburg geben zu dürfen. Der letzte war relativ schnell ausgebucht, also ranhalten!
Der Kurs richtet sich an alle Interessierten in der Astrofotografie und ist für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet. Es findet ein Abend Präsenzunterricht und eine Exkursion statt, bei der das gelernte umgesetzt werden kann. Die Exkursion hat ein festes Datum, wird aber je nach Wetter flexibel gestaltet, damit sie auch wirklich für jeden stattfinden kann.

Bei Fragen einfach eine eMail schreiben oder das Kontaktformular benutzen.
Hier gehts zur Kursausschreibung.

Für diejenigen die keinen Platz mehr bekommen haben oder lieber einen Intensivkurs alleine (zu Zweit) haben möchten, möchte ich meine Einzelcoachings ans Herz legen.

Lichtverschmutzung im Städtedreieck

Ich sehe die Entwicklung bei uns in im Städtedreieck mit großer Besorgnis. Mit welcher Ignoranz mit diesem Thema umgegangen wird ist unglaublich. Sei es dass neue Denkmäler gesetzt werden inkl. Bodenstrahler (Stadtwappen Kreisel bei Mehrzweckhalle), neue Gebäude (Boarding House in Deglhof, neuer Toom in BUL) mit Strahler gen Himmel ausgestattet werden oder große Bereiche mit Werbetafeln hell beleuchtet werden (Gebiet um den neuen Toom). Hauptsache immer heller, was nicht nur mich als Astronomen, sondern auch gewaltig die Natur stört.
Kurzfassung: Viele Insekten fühlen sich von hellem Licht magisch angezogen und verenden dort. Leider ist den meisten nicht bekannt, dass viele Insekten Nahrungsspezialisten sind. Sterben die Insekten, sterben Pflanzenbestände aus. Es sieht sicher wunderbar aus, wenn überall nur noch Gänseblümchen in Monokultur wachsen /Ironie off.
Dabei kann es so einfach sein, wenn man nicht nur fröhlich den Himmel beleuchtet. Egal ob ich ein Autohaus, eine Spedition oder eine Elektrikerfirma besitze. Die Beleuchtung muss nicht die ganze Nacht durchlaufen. Eine Straßenbeleuchtung muss auch nicht sinnlos ein Feld beleuchten (Dorfeingang Winkerling von Deglhof aus). Vielleicht überlegt sich der ein oder andere mal, auf wen diese Energiekosten am Ende umgelegt werden.
Ich habe auch mehrfach versucht, mit unserer Gemeinde ins Gespräch zu kommen. Letztes Jahr hat mich unser Bürgermeister in der Sternwarte besucht, was ich sehr löblich fand. Ob hier was für die Zukunft rauskommt, kann ich nicht sagen. Der Versuch mit unserem Stadtbaumeister ins Gespräch zu kommen schlug leider fehl. Wenn man nur nach erneuter Nachfrage einmalig eine Antwort bekommt und danach ignoriert wird, liegt das nicht an Zeitmangel. Auf eine eMail antworten dauert wie lange wenn ich mich auch nur kurz fasse oder entschuldige dass ich „irgendwann“ noch antworten werde?
Es geht hier nicht darum, das Licht des Nachts auszuschalten (wobei das mancherorts sinnvoll wäre) oder irgendjemanden die Weihnachtsbeleuchtung zu verbieten. Es geht um die Reduzierung des Lichts, die verschwenderisch den Nachthimmel beleuchtet.

Ich habe hier zwei Grafiken aus 2021 für Euch, die aufzeigt, wo im Städtedreieck das meiste Licht gen Himmel leuchtet. Die dritte Grafik zeigt im Vergleich dazu Regensburg. Wir sind nicht mehr weit davon entfernt! Alleine das, was beim Netto Zentrallager verschwendet wird, würde ausreichen um ein kleines Dorf zu beleuchten. Industriestrom kostet nichts.
Die Grafiken seht ihr, wenn ihr auf den „Weiterlesen“ Button drückt.
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Pacman Nebel – NGC 281 – Hubble Palette

Oh da hätte ich ja beinahe was übersehen. Es ruhten noch Rohdaten vom 20.12.2021 auf meiner Festplatte. Ca 200 Minuten bei beinahe Vollmond. Wahrscheinlich habe ich die Daten deswegen auch nicht gleich bearbeitet. Ich denke man kann ihn schon herzeigen. Wer sieht „Pacman“ auch?

NGC 281 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia am Nordsternhimmel, der 9500 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Der Nebel ist im Index-Katalog als IC 11 erfasst und wird umgangssprachlich wegen seiner Ähnlichkeit mit der bekannten gleichnamigen Videospiel-Hauptfigur vor allem im englischen Sprachraum auch als Pac-Man-Nebel bezeichnet. In NGC 281 ist der offene Sternhaufen IC 1590 eingebettet, dessen Sterne um das Zentrum des Nebels verstreut sind und von denen einige durch ihre Röntgenstrahlung hervortreten. Das hellste Mitglied von IC 1590, das Mehrfachsternsystem BD +55° 191 (HD 5005), ist die ionisierende Quelle des Nebels. Der Nebel enthält auch mehrere Bok-Globulen, in denen durch Infrarotaufnahmen Anzeichen für Sternentstehung festgestellt werden konnten. Ebenfalls in Infrarotaufnahmen ist die Molekülwolke erkennbar, deren ionisierter Teil der Emissionsnebel ist.

NGC 281 wurde am 16. November 1881 vom US-amerikanischen Astronomen Edward Emerson Barnard entdeckt.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // PHD2 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Hutech IDAS NBZ
Pacman Nebel

Messier 78

In der Nacht vom 06.01.2022 war es für ein paar Stunden wolkenlos. Hier könnt ihr die Nacht in meiner Allsky Kamera als Zeitraffer sehen. Es hat für 156 Minuten Messier 78 gereicht, was nicht allzuviel ist, aber man kann ja noch nachlegen.
Messier 78  ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Orion. Mit einer Helligkeit von 8,0 mag ist er der hellste Reflexionsnebel am Nachthimmel. Der Nebel ist bläulich und eine Winkelausdehnung von 8′ × 6′. Der Nebel wurde 1780 von Pierre Méchain entdeckt und Ende des Jahres auch von Charles Messier beschrieben. Der Nebel ist in Ferngläsern und Teleskopen ab einer Öffnung von etwa 50 mm sichtbar.
Equipment: Skywatcher EQ8-R // PHD 2 // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Baader Klarglas Filter
M78 Astro Winkerling

Messier 42 – der Orionnebel

Sylvester und der Himmel öffnet seine Pforten. Dann öffnen wir doch auch kurz mal das Rolldach. Es hat zumindest für 30x 10sek. (für den hellen Kern) und 30x 60 Sekunden für den Rest aussenrum gereicht. Von den Dunkelnebeln um M42 könnte man natürlich mit mehr Belichtungszeit noch mehr sehen, aber was tun wenn es wochenlang nur Wolken hat?

Der Orionnebel ist ein Emissionsnebel im Sternbild Orion. Durch die große scheinbare Helligkeit seines Zentrums oberhalb der 4. Magnitude ist der Nebel mit bloßem Auge als Teil des Schwertes des Orions südlich der drei Sterne des Oriongürtels gut sichtbar. Er besitzt eine Winkelausdehnung von etwa einem Grad.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // PHD 2 // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Baader Klarglas Filter
Messier 42 Winkerling

Dark Shark Nebula – LDN1235

Eigentlich wollte ich ja gestern nur den Kometen ablichten. Der kam aber erst ab 2 Uhr. Bei über 80% Mond und der starken Lichtverschmutzung Richtung Nordost ist es eigentlich ein Unding Dunkelnebel aufzunehmen. Ich wollts aber wissen und habe einfach mal auf LDN1235, den Dark Shark Nebula gehalten. Ich bin wirklich überrascht was aus dem Bildmaterial rauszuholen war. Ich denke in Horizontnähe sähe die Sache schon ganz anders aus. Ich warte immernoch auf Antwort unseres Stadtbaumeisters zum Thema Lichtverschmutzung in unserer Gemeinde. Ich bin heute übrigens Abends mal in Burglengenfeld am Toom vorbeigefahren. DENEN ist gar nichts heilig. Ich dachte das Netto Zentrallager sei eine riesen Lichtschleuder, aber der TOOM Baumarkt. Unfassbar was da gen Himmel gestrahlt wird. Aber genug geärgert, hier nun Daten zum Objekt:

LDN 1235 ist ein Dunkelnebel (Lynds Dark Nebula – LDN) im Sternbild Kepheus. Eventuell handelt es sich auch um einen Extended Red Emissions Nebel (ERE – eine Art von Photolumineszenz im Zusammenhang mit Staubpartikeln, die von hochenergetischer UV-Strahlung bombardiert werden).

Equipment: Skywatcher EQ8-R // PHD2 // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Baader IR/UV Cut Filter

Komet Leonard meets the whale galaxy

War das spannend! Seit Wochen Wolken, heute Nacht sollte es klar werden, bis 2 Uhr. Leider war zwischen 2 und 4 Uhr erst die Zeit um den Kometen auf einer ausreichenden Höhe über dem Horizont zu sehen. Und meine Befürchtungen bewahrheiteten sich auch. Kurz vor 2 Uhr zogen langsam Schleierwolken auf. Was hab ich mich geärgert. Ich konnte ihn zwar dennoch ablichten, aber fragt nicht, wie schwierig die Bildbearbeitung hier war.

Elephants Trunk – Hubble Palette

Der Elefantenrüsselnebel ist mein erstes Bild welches mit der Hubblepalette bearbeitet wurde. Da mir keine S-II Daten vorliegen mit dem Duo Schmalbandfilter, habe ich einen synthetischen S-II Kanal erstellt. Ich finde es „aussergewöhnlich“, aber nicht schlecht und könnte mir vorstellen in Zukunft öfter Bilder mit dieser Bearbeitung zu bringen.
Elephants Trunk Hubble

Östlicher Schleiernebel – die Knochenhand

Der Cirrusnebel (auch als Schleier-Nebel, englisch Veil nebula bezeichnet) ist der im optischen Spektrum sichtbare Teil des Cygnusbogens, einer Ansammlung von Emissions- und Reflexionsnebeln, die sich in einer Entfernung von rund 2400 Lichtjahren im Sternbild Schwan befinden. Sie sind zusammen der Überrest einer Supernova, die vor ca. 8.000 Jahren stattfand. Umgangssprachlich verwendet man auch den Namen Knochenhand.

Die Aufnahme entstand gestern Nacht innerhalb 190 Minuten.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Hutech IDAS NBZ

M16 Adlernebel oder „The sleeping beauty“ – Neubearbeitung

Neubearbeitung des Adlernebels Messier 16. Er wird auch „The sleeping beauty“ genannt. Kann jemand von Euch die schlafende Schönheit entdecken? Kleiner Tipp. Man erkennt den Kopf von der Seite, sie hat die Augen zu und leider eine gebrochene Nase 🙂

Der Adlernebel ist von der Sonne etwa 7000 Lichtjahre entfernt. Er weist eine scheinbare Helligkeit von 6,4m auf.
Der Adlernebel ist ein Emissionsnebel (Typ H II), aus dem sich ein offener Sternhaufen bildet. Er besteht hauptsächlich aus Wasserstoff, welcher sich auf Grund der geringen Temperatur zu Wasserstoffmolekülen zusammenschließen konnte. Der ca. 20 Lichtjahre große Nebel enthält Staubsäulen, die bis zu 9,5 Lichtjahre lang sind und an deren Spitze sich neue Sterne befinden, weshalb sie auch Pillars of Creation (Säulen der Schöpfung) getauft wurden. Die Undurchsichtigkeit des Nebels kommt durch Silikat und Kohlenstoffpartikel zustande. Das mittlere Alter der Sterne liegt bei etwa 800.000 Jahren. Einige Sterne sind sehr jung, das Alter der jüngsten Sterne wird auf 50.000 Jahre geschätzt.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Hutech IDAS NBZM16 Sleeping Beauty

VdB 152

Der geheimnisvolle Reflexionsnebel VdB 152, ein „staubiger Vorhang“ oder auch eine „geisterhafte Erscheinung“, ist wirklich sehr blass. Das kosmische Phantom ist etwa 1400 Lichtjahre und somit weit von Ihrer Nachbarschaft entfernt. Es ist auch als Ced 201 katalogisiert und befindet sich in der nördlichen Milchstraße im königlichen Sternbild Kepheus am Rande einer großen Molekülwolke. Taschen interstellaren Staubs in der Region blockieren das Licht dahinter liegender Sterne und streuen das Licht des eingebetteten hellen Sterns, was einem Teil des Nebels seine charakteristische blaue Farbe verleiht.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Baader IR/UV Cut Filter

VDB152 2021

LDN 1082 oder der Seepferdchennebel

Barnard 150 (B150) ist eine fadenförmige Dunkelwolke im Sternbild Kepheus. Sie wird auch unter der Bezeichnung LDN 1082 geführt. Die interstellare Wolke ist so dicht, dass das Licht der dahinter liegenden Sterne und alle anderen Hintergrundemissionen komplett absorbiert werden. Im Inneren findet aktive Sternentstehung statt. B150 wird manchmal auch als Seepferdchennebel bezeichnet.
Das Bild entstand in 2 Nächten mit einer Gesamtbelichtungszeit von 444 Minuten.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Baader IR/UV Cut Filter

LDN1082 2021