LDN1622 – der Boogeyman Nebel

LDN 1622 liegt am Himmel nahe der Ebene unserer Galaxis, in der Nähe der Barnardschleife, einer großen Wolke, die den reichhaltigen Komplex aus Emissionsnebeln umgibt, die in Orions Gürtel und Schwert zu finden sind. Doch der undurchsichtige Staub von LDN 1622 ist wahrscheinlich viel näher als Orions berühmtere Nebel, vielleicht nur 500 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung wäre dieses 1 Grad weite Sichtfeld weniger als 10 Lichtjahre breit. Seine unheilvolle Erscheinung verleiht dieser dunklen Weite den gängigen Namen Boogeyman-Nebel.

In dieser Aufnahme stecken 519 Minuten, also 8,65 Stunden aus zwei Nächten (13./14.11.2022). Schleierwolken verhinderten eine bessere Aufnahme.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Hutech IDAS NBZ UHS

VHS Kurse Astrofotografie in Regensburg und Schwandorf

Ich freue mich auch in diesem Semester Kurse bei der VHS Regensburg und VHS Schwandorf geben zu dürfen. Der letzte war relativ schnell ausgebucht, also ranhalten!
Der Kurs richtet sich an alle Interessierten in der Astrofotografie und ist für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet. Es finden zwei Abende Präsenzunterricht und eine Exkursion statt, bei der das gelernte umgesetzt werden kann. Die Exkursion hat in der Ausschreibung ein festes Datum, wird aber je nach Wetter zeitlich flexibel stattfinden.

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Update: SNR G082.2+05.3 mit insgesamt 17 Stunden Belichtungszeit

Beinahe wäre dieses Schmuckstück auf meiner Festplatte verschollen. Hatte schlichtweg vergessen die Endbearbeitung zu erledigen. Das war Ende August. Im Bild stecken nun 17 Stunden mit dem RASA.

SNR G082.2+05.3 befindet sich unweit des Pelikannebels im Sternbild Cygnus. Dies ist ein vorläufiges Ergebnis von 11,5 Stunden. Ich würde schon gerne noch was dranhängen. Minimum 15 bis evtl sogar 20 Stunden. Wie schon beim Pelikannebel wurde auch dieser Supernovaüberrest mit einem Duoschmalbandfitler aufgenommen. Sehr schön sieht man hier den blauen Oiii (Sauerstoff) Anteil und den roten HAlpha (Wasserstoff).

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglasfilter (Sterne) und Hutech IDAS NBZ (Nebel)

IC1613

Im Bild stecken knappe 5 Stunden Belichtungszeit die innerhalb 3 Nächten gesammelt wurden. Am 26/30/31.10.2022 und das bei leider sehr schlechtem Seeing und dauerhaften Schleierwolken. Eigentlich wollte ich das Bild noch zuschneiden, da mir die quadratische Form des Sensors nicht zusagt. Aber dann wäre die klitzekleine Galaxie oben im linken Drittel weggefallen.  Na wer sieht sie?

IC 1613 ist eine irreguläre Zwerggalaxie vom Typ IB(s)m im Sternbild Cetus am Südsternhimmel. Sie hat eine scheinbare Helligkeit von 9,3 mag und eine Winkelausdehnung von 16,6′ × 14,9′. Sie ist rund 2,4 Millionen Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 11.000 Lichtjahren. Das Objekt ist Mitglied der Lokalen Gruppe.

Die meisten Sterne in IC 1613 sind rund 7 Milliarden Jahre alt, aber es gibt eine ganze Reihe von jungen Sternen. Unter ihnen befinden sich mindestens fünf Population-II-Cepheiden und einige RR-Lyrae-Veränderliche. Die Galaxie wurde im September 1906 vom deutschen Astronomen Max Wolf entdeckt.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 533 // ohne Filter

Das Herz des Herznebels

Als erstes Projekt für den erworbenen TS-Optics Ritchey Chretien 8″ wollte ich ins Innere des Herznebels schauen.
Der Herznebel ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia, in dessen Zentrum sich ein junger Sternhaufen (etwa 1,5 Millionen Jahre) befindet. Der Nebel hat einen Radius von ungefähr 100 Lichtjahren, seine scheinbare Helligkeit liegt bei 6,5 mag
Mit dem Reducer 0,67 kürze ich die Brennweite auf 1088mm und das Öffnungsverhältnis auf F5,4
Die Gesamtbelichtungszeit beträgt hier nur knapp 3,8 Stunden aus 2 Nächten. Dazu 1,8 Stunden für die RGB Sterne.

Zu sehen ist
– Herznebel mit DNB Filter und RGB Sterne ohne Filter
– Herznebel in Bicolor
– Herznebel mit dem Rasa 11″ und der ASI2600 in Bicolor
– Herz und Seelennebel mit H und Chi Persei in der Übersicht

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 533 // Optolong L-Extreme Filter und RGB Sterne ohne Filter
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Andromeda Galaxie

Der helle Klassiker am Nachthimmel. Schön groß, aber alles andere als leicht zu bearbeiten. Im Bild stecken 21 Stunden in 5 Nächten mit Höhen und Tiefen in Form von mondreichen Nächten. Ein sehr großer Gradient war ebenfalls zu sehen. Am Detailreichtum denke ich kann man erkennen, dass es sich lohnt ein paar Stunden in dieses schöne Objekt zu investieren.
Die Andromedagalaxie ist eine Nachbargalaxie der Milchstraße und eine der wenigen Galaxien, die man mit dem bloßen Auge sehen kann. Vorrausgesetzt ihr befindet euch an einem Ort ohne viel Lichtverschmutzung, könnt ihr sie als diffusen Fleck zwischen den Sternenbildern Kassiopeia und Andromeda erkennen. Bei uns im Städtedreieck kann man das also getrost vergessen.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Askar FRA 300 Pro // Touptek 2600

Jupiter und Saturn

Am 07.10.2022 habe ich mich mit dem RC Teleskop an Jupiter und Saturn gewagt. Das Seeing war sehr mies, ich habe Wolkenlücken genutzt. Aber genau das ist die Zeit die man zum testen nutzen kann. Am RC Teleskop ist es sehr einfach durch die 2″ Steckhülse, zwischen verschiedenen Imagetrains zu wechseln.
So habe ich mir inzwischen verschiedene Setups zusammengestellt, zwischen denen ich problemlos wechseln kann.
– Mit Reducer und Touptek 533 Kamera für Deep Sky
– mit Baader Hyperion 2.25x Barlow und ASI290MC Kamera für Planeten
– ohne Barlow Linse mit ASI290MC Kamera für den Mond
Visuell steht noch aus, dürfte aber ebenso keine große Sache sein

Messier 33 – Test mit dem neuen Ritchey Chretien 8″ Teleskop

Das Celestron Edge HD 8″ hat mich nun verlassen und ein 8″ Ritchey Chretien von TS-Optics ist eingezogen. Etwas weniger Brennweite, dafür mit F8 auch lichtstärker. Ich werde es erstmal mit dem 0,67 fach Reducer benutzen. Das ergibt dann eine Brennweite von 1088mm und Öffnungsverhältnis von F5,4. Als Kamera wird eine Touptek533 zum EInsatz kommen. Für Mond und Planeten würde ich den Reducer entfernen, mit einer Baader Hyperion 2,25fach Barlow und einer ZWO ASI290MC Kamera arbeiten.

Die ersten zwei Stunden sind im Kasten und eine schnelle Bearbeitung von Messier 33 könnt ihr hier sehen. Die Farben stimmen noch nicht ganz und es wurden keinerlei Korrekturframes gemacht. Dass rund 2 Stunden Belichtungszeit viel zu wenig sind brauch ich wohl nicht dazusagen (hab ich aber jetzt).