NGC1555 – Stuve’s Lost Nebula

NGC 1555, auch bekannt als Hind’s Variable Nebula oder Stuve’s Lost Nebula, ist ein Reflexionsnebel, der durch den veränderlichen Stern T Tauri beleuchtet wird und sich im Sternbild Stier befindet. Es ist ein Herbig-Haro-Objekt.

Das Objekt wurde am 11. Oktober 1852 von John Russell Hind entdeckt.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglas

LBN921

LBN 928 ist eine astronomische Bezeichnung für eine helle Nebelregion (HII-Region) im Sternbild Orion, die Teil des Lynds‘ Catalogue of Bright Nebulae (LBN) ist und oft zusammen mit anderen Orion-Nebelregionen wie LBN 927, LBN 930, etc. in Aufnahmen erscheint. LBN steht hierbei für den Nachnamen der Astronomen Lynd und ihre Katalogisierung von Nebeln, während die Zahl 928 die spezifische Position innerhalb dieser Sammlung markiert.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglas

NGC 7822 – LDN1272

NGC 7822 ist ein Emissionsnebel, eine Geburtsstätte vieler Sterne im Sternbild Kepheus. Der Emissionsnebel selbst wird auch als Sharpless 171 und der Sternhaufen als Berkeley 59 bezeichnet. Man geht davon aus, dass dieses Gebiet 800–1000 pc entfernt ist.

Die jüngeren Sterne des Sternhaufens sind wenige Millionen Jahre alt, einige Sterne gehören zu den heißesten im Umkreis von 1 kpc der Sonne, insbesondere BD+66 1673, ein bedeckungsveränderlicher Stern der Klasse O5V mit einer Oberflächentemperatur von 45.000 Kelvin und einer ~100.000fachen Luminosität der Sonne. Dieser Stern ist die primäre Quelle, die den Nebel zum Erstrahlen bringt, und er formt die den Säulen der Schöpfung ähnlichen elephant trunks.

Entdeckt wurde das Objekt am 16. November 1829 von John Herschel.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglas

Helixnebel – Das Auge Gottes

Der Helixnebel (auch NGC 7293 oder Auge Gottes) ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann mit einer Helligkeit von 6,30 mag und einem scheinbaren Durchmesser von 16 × 28 Winkelminuten. Er wurde im Jahr 1823 von dem deutschen Astronomen Karl Ludwig Harding entdeckt.

Der Helixnebel ist mit einer Entfernung von etwa 650 Lichtjahren einer der nächsten planetarischen Nebel und damit einer der mit dem größten scheinbaren Durchmesser. Daher können in seiner Hülle auch Details der Gasstruktur aufgelöst werden.

Mit dem Hubble-Teleskop war es 1996 sogar erstmals möglich, Knoten in der Hülle aufzunehmen, die vorher unbekannt waren und neue Rückschlüsse auf die Entstehung planetarischer Nebel erlaubten. Sie warfen aber auch neue Fragen auf. So ist nicht klar, ob die Knoten-Keime während des Auswurfs der Hülle entstanden oder ob sie von Aktivität des Sterns vor dem Auswurf stammen. Auch ist umstritten, ob die Knoten hydrodynamische Strukturen sind (d. h. durch Instabilitäten erzeugt) oder ob sie durch Photoionisation des Gases durch den Weißen Zwerg im Zentrum entstehen.

Der Nebel wird auch als Auge Gottes bezeichnet, insbesondere seit nach der Veröffentlichung einer Hubble-Aufnahme des Nebels 2003 sich im Internet das Gerücht verbreitete, dass die Aufnahme des Nebels ein Ereignis zeigte, das nur alle 3000 Jahre auftrete.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS

Sichelnebel

NGC 6888 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Schwan, der 4700 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Er wird auch Crescent Nebel, Sichelnebel oder Mondsichelnebel genannt. NGC 6888 wird von einem sogenannten Wolf-Rayet-Stern mit der Bezeichnung WR 136 beleuchtet. Vermutlich wurde das Gas des Nebels ebenfalls von diesem Stern abgestoßen.
Der Emissionsnebel NGC 6888 wurde am 15. Dezember 1792 vom deutsch-britischen Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt.

32 Stunden Belichtungszeit

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics Ritchey Chretien 8″ / F8 / 1624mm Brennweite // Touptek 533MC // Askar DNB Filter

Barnard 347

Barnard 347 ist ein faszinierender Dunkelnebel, der direkt neben Sadr, dem strahlenden Mittelpunkt des Nördlichen Kreuzes, dem Schwan  liegt. Im Bild stecken nur 150 Minuten Belichtungszeit vom 29.06.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS

Elefantenrüssel

Viel zu wenig Belichtungszeit (3,5 Stunden) für ein F8 Teleskop. Zeigen möchte ich das Objekt dennoch. Somit können ggf auch Einsteiger ins Hobby abschätzen, wieviel Belichtungszeit mit welchem Equipment nötig ist. In der Galerie befinden sich weitere Aufnahmen mit mehr Feld um das Objekt.

Der Elefantenrüsselnebel, auch bekannt unter der Katalogbezeichnung IC 1396A, ist eine hell berandete Globule, also eine Ansammlung von interstellarem Gas und Staub, im Sternbild Kepheus. Die Globule gehört zu IC 1396, einem H-II-Gebiet mit eingebettetem Sternhaufen, und ist etwa 2400 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Der Nebel ist ein aktives Sternentstehungsgebiet und enthält eine Reihe junger Sterne und Protosterne, die erst zwischen 100.000 und einer Million Jahre alt sind.

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics Ritchey Chretien 8″ / F8 / 1624mm Brennweite // Touptek 533MC // Klarglas

SH2-124

SH2-124 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Schwan (Cygnus), der etwa 8.500 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Er ist aufgrund seiner geringen Helligkeit und seines reichen Sternenfeldes keine häufig abgebildete Zielobjekt in der Astrofotografie, was auch zu wenigen detaillierten Informationen führt.

Belichtungszeit  4,6 Stunden

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // IDAS NBZ UHS

NGC6559 und Lagunennebel

Ohhhjeee! Ich hänge etwas mit den Veröffentlichungen hinterher. Diese Deepsky Objekte habe ich schon im Juni aufgenommen.
Da es sich hier um sehr tief stehende Sommerobjekte handelt war nicht lange Zeit. Es blieben am Ende nur 4,4 Stunden Belichtungszeit.

NGC 6559 umfasst rötlich leuchtenden Emissionsnebel, bläulichen Reflexionsnebel und Dunkelwolken. Die rötlich leuchtenden Emissionsnebel bestehen aus Wasserstoff, welcher Licht auf der Hα-Linie emittiert. Die bläulichen Reflexionsnebel werden von jungen Sternen angeleuchtet. Die dunklen Wolken bestehen aus kalten Molekülen und Staub. Der Nebel wurde am 1. Juli 1826 von dem Astronomen John Herschel mit seinem 48-cm-Teleskop entdeckt.

Der Lagunennebel (auch mit Messier 8 oder NGC 6523 bezeichnet) ist eine Struktur aus Emissions- und Reflexionsnebel mit einer Helligkeit von 6,0 mag und einer Winkelausdehnung von etwa 90′ × 35′ im Sternbild Schütze. Er ist etwa 5200 Lichtjahre von der Sonne entfernt.

VHS Kurse Astrofotografie in Regensburg und Schwandorf

Ich freue mich auch in diesem Semester Kurse bei der VHS Regensburg und VHS Schwandorf geben zu dürfen. Der letzte war relativ schnell ausgebucht, also ranhalten!
Der Kurs richtet sich an alle Interessierten in der Astrofotografie und ist für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet. Es finden zwei Abende Präsenzunterricht und eine Exkursion statt, bei der das gelernte umgesetzt werden kann. Die Exkursion hat in der Ausschreibung ein festes Datum, wird aber je nach Wetter zeitlich flexibel stattfinden.

Denen die keinen Platz mehr bekommen haben oder lieber einen Intensivkurs alleine (zu Zweit) haben möchten, möchte ich meine Einzelcoachings ans Herz legen.

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Messier 13 – der Herkules Sternhaufen

M13 ist der hellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel und wurde schon 1714 von dem englischen Astronomen Sir Edmond Halley entdeckt. Er ist etwa 25.100 Lichtjahre von der Sonne entfernt (die Angaben schwanken zwischen 23.000 und 26.000 Lj), hat die 300.000-fache Leuchtkraft der Sonne und einen Durchmesser von 150 Lichtjahren.

Da ich mit dem aktuellen Umbau des Ritchey-Chrétien-Cassegrain  8″ Teleskops im Moment nicht so glücklich bin, habe ich mich entschieden eine Widefield Aufnahme des Herkules Haufens zu machen. Drumherum finden sich eine ganze Menge kleiner Galaxien.

5 Stunden Belichtungszeit vom 01.05.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglas

NGC5394/5 – Die Graureihergalaxie

Gleich vorweg, wie man sieht ist das nicht die Qualität der Aufnahmen die ich sonst anstrebe, aber dieses Objekt ist so furchtbar klein und ich wollte sie doch so furchtbar gerne fotografieren! Und da ist sie die Graureihergalaxie bzw sind es sogar zwei Galaxien.

NGC 5394/95 = Arp 84 ist ein interagierendes Galaxienpaar im Sternbild Canes Venatici. Das Galaxienpaar ist etwa 160 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt.

Halton Arp gliederte seinen Katalog ungewöhnlicher Galaxien nach rein morphologischen Kriterien in Gruppen. Diese Galaxie gehört zu der Klasse Spiralgalaxien mit einem großen Begleiter hoher Flächenhelligkeit auf einem Arm (Arp-Katalog).

Die beiden Galaxien wurden am 16. Mai 1787 von William Herschel entdeckt und erhielten später im New General Catalogue die Bezeichnungen NGC 5394 respektive NGC 5395.

5 Stunden Belichtungszeit vom 30.04.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ OHNE Reducer // Touptek 533 // ohne Filter

 

SH2-73

Auf der Suche nach neuen Motiven (ja die werden langsam wirklich rar…) bin ich auf den Dunkelnebel SH2-73 gestoßen. Nicht hübsch, dafür mächtig dreckig.
Es befindet sich im Sternbild Herkules.
Dabei ist der Nebel wohl zu Unrecht im Katalog von HII-Regionen gelandet, denn es handelt sich um ganz schnöden Staub. Steht dieser Staub in hohen galaktischen Breiten, reflektiert er das Licht der Milchstraße. Da es sich um das integrierte Licht aller Sterne der Milchstraße handelt, hat der amerikanische Amateurastronom Steve Mandel diese Objektklasse als Integrated Flux Nebula bezeichnet oder kurz IFN. Und obwohl das nicht die wissenschaftliche Bezeichnung ist, hat sich der Name durchgesetzt.

5 Stunden Belichtungszeit vom 29.04.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // Celestron RASA 11″ Astrograph (620mm Brennweite) // ZWO ASI2600MC Pro // Klarglas

Messier 106 Widefield

Messier 106 oder NGC 4258 ist eine Balken-Spiralgalaxie  im Sternbild Canes Venatici. Sie ist schätzungsweise 23 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 125.000 Lichtjahren.

Mit dieser Entfernung liegt die Galaxie in der Umgebung mehrerer Galaxiengruppen, als deren Mitglied die Galaxie je nach Autor gelistet wird, zum Beispiel die Ursa-Major-Gruppe, die Coma-Sculptor-Gruppe, die Canes-Venatici-I-Gruppe oder die Canes-Venatici-II-Gruppe.

14,2 Stunden Belichtungszeit vom 03. und 04.04.2025

Equipment: Skywatcher EQ8-R // MGEN 3 Autoguiding // TS-Optics RC 8″ mit Reducer // Touptek 2600 // ohne Filter