VdB141 Ghost Nebula und IC 405 Flaming Star

Der Ghost Nebula ist ein sehr schöner Dunkelnebel nahe dem Iris Nebel. Die Belichtungszeit mit dem Rasa betrug 3 Stunden. Diese schmutzige Gegend könnte weitaus mehr vertragen!
CB 230, auch als L1177 bzw. als deren Teil bezeichnet, ist eine Molekülwolke im westlichen Abschnitt des Sternbilds Cepheus. Sie gehört zur Cepheus Flare region, einem großen Komplex von Molekülwolken in der Milchstraße. Die Wolke enthält an ihrem östlichen Rand eine Globule mit mehreren Infrarotquellen, bei denen es sich um Protosterne handelt, sowie einen zugehörigen Jet. Die Entfernung der Struktur ist unsicher; Schätzungen variieren zwischen rund 250 und 550 Parsec. An die Globule schließt eine helle Region der Molekülwolke an, die einen Stern beinhaltet, der aufgrund seiner nebligen Erscheinung von Sidney van den Bergh im Jahr 1966 als Reflexionsnebel vdB 141 katalogisiert wurde. Weiter westlich sind säulenartige Strukturen zu finden, deren Aussehen an Gespenster erinnert. Aufgrund dieser Formationen wird der Nebel gelegentlich mit Namen bedacht, wie beispielsweise „Spooky Nebula“, „The Ghosts of Cepheus“ oder ähnlichen.

IC 405 ist die Bezeichnung eines diffusen Nebels im Sternbild Fuhrmann. IC 405 hat eine Winkelausdehnung von 30.0′ × 20.0′ und eine scheinbare Helligkeit von etwa 10 mag. Das „IC“ im Namen steht für Index Catalogue, einen astronomischen Katalog von galaktischen Nebeln, Sternhaufen und Galaxien, in dem er an 405. Position eingetragen ist. Im englischen wird er auch als Flaming Star Nebula bezeichnet; weitere Katalogbezeichnungen sind Caldwell 31 und Sharpless 229.

VDB_141Weiterlesen „VdB141 Ghost Nebula und IC 405 Flaming Star“

Die Tücken der Technik – Knochenhand – Flaming Star – Crescent Nebula

Habe gestern Nacht mit der Technik gekämpft. Die USB Ports wollten die Kameras nicht so richtig erkennen. Als dann alles eingestellt war und lief kam wohl um halb Zwei etwas dazwischen und der Rechner schaltete sich aus. Aber man kann ja auch mal Misserfolge zeigen. Man lernt immer dazu.
Knochenhand Heiner Weiss PhotographyWeiterlesen „Die Tücken der Technik – Knochenhand – Flaming Star – Crescent Nebula“

M27 Hantelnebel

Der Hantelnebel (auch mit Messier 27 oder NGC 6853 bezeichnet, vom engl. auch Dumbbell-Nebel) ist ein 7,5 mag heller planetarischer Nebel mit einer Flächenausdehnung von 8,0 × 5,7 Bogenminuten im Sternbild Fuchs. Im Fernglas ist er gerade erkennbar, im Teleskop zeigen sich weitere Strukturen. Der Zentralstern ist ein Weißer Zwerg von 14 mag und einer Temperatur von über 100.000 Kelvin. Die Entfernung beträgt rund 1400 Lichtjahre. Er hat seinen Namen von Sir William Herschel wegen seiner länglichen Form erhalten. Der Nebel dehnt sich um 6,8 Bogensekunden pro Jahrhundert aus. Der Hantelnebel wurde von Charles Messier am 12. Juli 1764 entdeckt [Quelle Wikipedia]

Ein Test mit dem Rasa 11″ und der ASI071MC Pro bei gerade einmal 13 x 4 Minuten Belichtungszeit. Gerade aussenrum, bei den, ich nenne sie mal „Flügel“, würde sicherlich noch mehr gehen. Leider spielte das Guiding noch nicht 100%ig mit. Für einen ersten Versuch bin ich mehr als zufrieden. Bei den vielen Bildern im Internet sieht man meist diese Flügelausläufer gar nicht!
Messier 27 Heiner Weiss Photography

Dreiecksgalaxie M33 und Kokon Nebel

In den letzten Tage hatte ich das First Light aus meiner eigenen kleinen Sternwarte.
Zu sehen sind hier Messier 33, die Dreiecksgalaxie und der Kokon Nebel.
Die Dreiecksgalaxie ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck. Damit ist sie nach dem Andromedanebel die zweithellste Spiralgalaxie am Nachthimmel und eine der uns nächstgelegenen. Allerdings verteilt sich ihre Helligkeit auf eine größere Fläche, sodass sie unter normalen Bedingungen nicht freiäugig, sondern allenfalls im Feldstecher sichtbar ist. Daher sind im Fernrohr etwa 20 fernere Galaxien leichter zu beobachten.

Der Kokon Nebel ist ein astronomischer Nebel mit einem eingebetteten offenen Sternhaufen im Sternbild Schwan. Der Nebel hat eine scheinbare Ausdehnung von rund 10 Bogenminuten und ist etwa 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt; seine physische Ausdehnung beträgt damit ca. 10 Lichtjahre.
Messier 33 DreiecksgalaxieKokon Nebel

Komet C/2020 F3 Neowise – Bilder, Zeitraffer

Endlich wieder einmal ein Komet der sich „sehen“ lassen kann. Ja, er ist mit bloßem Auge sichtbar. Da ich letzte Woche am Gardasee keine Chance hatte einen Blick auf den Kometen zu werfen, war die Freude umso größer ihn am Montag den 14.07. endlich sehen zu können. Inzwischen war er zirkumpolar, das heisst, er ist, wenn auch leider recht horizonatnah, die ganze Nacht über zu sehen.
Neowise ist übrigens nicht der Name des Kometen! (Neo)WISE ist der Name des Weltraumteleskops, welches den Kometen am 27.03.2020 entdeckt hat.
Hier ein paar Bilder dazu und ein Bild von den Eselweihern in Teublitz.
Heiner Weiss Photography AstroWeiterlesen „Komet C/2020 F3 Neowise – Bilder, Zeitraffer“

Volkssternwarte Dieterskirchen – die Astrofotografie im Portrait

Über die Volkssternwarte Dieterskirchen und deren Sternenfreunde Dieterskirchen e.V. gibt es sicherlich viel Spannendes zu erzählen! Ich möchte mich heute aber speziell auf die Möglichkeiten der Astrofotografie beschränken. Es werden die optischen Geräte sowie die Kameras vorgestellt. Am Ende gibt es auch noch viele beeindruckende Bilder!

Bevor ich Euch aber über die Technik der Sternwarte berichte und Fotoaufnahmen zeige, möchte ich die Dr. Heio und Brita Steffens Stiftung nicht unerwähnt lassen. Ohne diese wäre uns begeisterten Amateurastronomen der tiefe Einblick ins Weltall in dieser Form niemals möglich. Vielen Dank dafür!

Das Equipment unserer Sternwarte besteht (Stand 05/2020) aus einem 25×100 Fernglas auf einem Parallelogrammstativ, einem 8 Zoll f/10 Schmidt-Cassegrain-Teleskop (Celestron C8 auf Polaris-Montierung), einem 12 Zoll f/6 Eigenbau Dobson, einem Lunt LS230 Sonnenteleskop und einem ASA 700mm f/9 Cassegrain (genannt DK700).

Weiterlesen „Volkssternwarte Dieterskirchen – die Astrofotografie im Portrait“

Cirrus- und Herznebel aus dem Jahr 2016

Was macht man nicht alles wenn man keine Möglichkeit hat das Teleskop aufzustellen, weil dank Corona der Sternwartenbau nicht voran geht? Man kramt alte Sachen raus und bearbeitet sie neu.
Leider sind die Rohdaten meiner alten Aufnahmen, aus Anfangszeiten alles andere als optimal. Hier ein Versuch aus dem Jahr 2016. Der Cirrusnebel (auch als Schleier-Nebel, englisch Veil nebula bezeichnet) ist der im optischen Spektrum sichtbare Teil des Cygnusbogens, einer Ansammlung von Emissions- und Reflexionsnebeln, die sich in einer Entfernung von rund 2400 Lichtjahren im Sternbild Schwan befinden. Sie sind zusammen der Überrest einer Supernova, die vor ca. 8.000 Jahren stattfand.

Es wurden hier nur 1 Stunde Lightframes und 15 Minuten Dunkelabzüge gesammelt, was für diese Nebel natürlich viel zu wenig Belichtungszeit ist. Ich glaube in dieser Nacht habe ich einfach mal das Tamron 150-600mm getestet um die Sternabbildung zu überprüfen.
Equipment dürfte eine Nikon D5100, Tamron 150-600mm bei 150mm Brennweite / F8 auf einer Celestron AVX Montierung gewesen sein. Bei F8 ist in einer Stunde einfach nicht mehr rauszuholen. Vielleicht kann ich den Versuch bald mit meinem Rasa 11″ bei F2.2 wiederholen. Im Vergleich zu einer F8 Linse hat der Rasa eine 13,2fach kürzere Belichtungszeit. Das heisst, wenn ich den Cirruskomplex noch einmal eine Stunde belichten würde, aber mit dem Rasa, habe ich soviele Photonen gesammelt wie mit dem Tamron Objektiv in 13,2 Stunden. Das wäre in einer Nacht gar nicht möglich.

Drunter seht ihr noch eine Aufnahme des Herznebels. Gleiches Equipment, ebenfalls 1 Stunde Belichtungszeit.

CirrusnebelWeiterlesen „Cirrus- und Herznebel aus dem Jahr 2016“

C/2020 Y4 Atlas und M81/82

Heute war ich mal für 10 Minuten ausser Haus. Bin immernoch leicht angeschlagen, aber ein wenig frische Luft tut gut! Da ich mich nicht unnötig strapazieren wollte habe ich nur die Nikon D850 inkl. dem Nikkor 70-200 2.8 auf einem normalen Manfrotto Stativ benutzt. Also ganz ohne Nachführung. Die Belichtungszeit pro Bild lag bei 2 Sekunden um unnötige (Stern)Strichspuren zu vermeiden. Als Blende wählte ich einmal 3,2 bei ISO 8000 und bei der zweiten Reihe Blende 3,5 bei ISO6400.
Im Endeffekt hatte ich final zwei Belichtungsreihen mit 10 Sekunden Gesamtbelichtungszeit und wahnwitzigen 18 Sekunden Gesamtbelichtungszeit. Dass hier nichts spektakuläres rauskommen kann war abzusehen.

Dennoch möchte ich beide Bilder zeigen. Bei 200mm Brennweite passt Bodes Galaxienpaar und der Komet ganz knapp drauf. Wer hats gefunden?
Astro Winkerling Heiner Weiss Astro Winkerling Heiner Weiss